Chicago Children’s Museum

An einem Sonntag Morgen haben wir uns mit aus Chicagoland – wie die Einheimischen hier sagen – stammenden Freunden verabredet, um gemeinsam das Chicago Children’s Museum am Navy Pier zu erkunden. Kleiner Tipp: am ersten Sonntag eines jeden Monats heißt es freier Eintritt für alle Kinder bis fünfzehn Jahre! Da sich das Museum direkt in Chicago Downtown befindet, sind auch hier die Parkhauspreise horrend… Beim Hineinfahren konnte ich einen kurzen Blick auf die Preise erhaschen und musste erneut hinschauen, da ich dachte, ich hätte mich verlesen. 28$ kostet das Parken direkt unter dem Museum, aber man darf das Auto dafür sogar 24h Stunden dort stehen lassen – so in etwa ist es dem Schild zu entnehmen. Vielen Dank! 😉

Da wir seit unsere mini Maus bei uns ist, leider nicht die aller Pünktlichsten sind und wir mal wieder spät dran waren, hatten wir auch keine Zeit nach weiteren Parkmöglichkeiten zu suchen. Doch welche Familie mit Kindern kennt das nicht… da denkt man, man hat genug Puffer eingeplant, um endlich mal rechtzeitig zu einem Treffen zu erscheinen, da muss man noch alle sieben Sachen zusammenpacken und nochmal aus dem Auto springen, dessen Motor eigentlich schon läuft, um doch noch schnell etwas zu holen, was man in der Eile wieder vergessen hat…

Unsere mini Maus ist ja noch nicht ganz ein Jahr alt, daher dachten wir im Vorfeld, es mache eigentlich keinen großen Sinn mit ihr in das Kindermuseum zu gehen, da sie vielleicht noch ein wenig zu klein ist. Da wir ja aber mit Freunden und mit deren fünfjährigem kleinen Mann unterwegs waren, wollten wir es mal auf uns zukommen lassen, da vielleicht ja doch das Eine oder Andere für sie zum Bestaunen dabei sein könnte. Natürlich ist es für die Größeren noch um einiges spannender, all das, was ihnen auf drei Ebenen geboten wird, zu entdecken und mit allen Sinnen zu erkunden. Die Kiddies können dort spielen, ausprobieren, lernen, handwerkern, sich austoben und in die Rollen ihrer größten Helden schlüpfen. Hier nur eine kleine Auswahl der zahlreichen Möglichkeiten: In authentischer Uniform können die Kleineren und Größeren als Feuerwehrmann und –frau beispielsweise zunächst eine Feuerwehrstange hinunter rutschen, dann in einem Löschwagen zum Einsatzort fahren, um dort ein „Feuer“ zu löschen. Neben dem Spaßfaktor ist das spielerische Erlernen und Begreifen dessen, was im Falle eines Brandes in einem mit Rauch gefüllten Raums zu tun ist, ein großer Mehrwert. Anhand eines Miniaturhauses kann man den Kleinen die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen dazu erklären.

Oder sie können auf Erkundungsreise gehen und die Ausgrabung eines Dinosaurierskeletts in Lebensgröße mit entsprechendem Equipment durchführen. Mann, haben die Kinderaugen geleuchtet, als sie mit übergestülpten Handschuhen Knochen für Knochen mit dem Pinsel von Erde befreit haben.

Kids Town ist eine nachgestellte Miniaturwelt aus dem täglichen Leben, indem Kinder im Lebensmittelgeschäft einkaufen, ihr Auto in der Waschstraße waschen oder einen Linienbus fahren und einmal ganz groß sein können. Hier gibt es einen separaten Raum, in dem unsere mini Maus auch endlich mal auf ihre Kosten kam.

Für die Kleinsten, die die Welt noch nicht oder gerade eben so auf eigenen Beinen erkunden können, ist in einem weiteren separatem Raum noch einiges mehr geboten. Zahlreiche Dinge zum Anfassen, Herumtragen, Hinein- oder Obendraufklettern, Anhören, Befühlen, Krachmachen und Anschauen regen die Phantasie an und geben Anlass zum Staunen. Alternativ können sich die Kiddies – mit oder ohne Buch/Kuscheltier – auch einfach in die Kuschelecke verziehen und die Seele baumel lassen. Unsere mini Maus war überaus begeistert und wir hätten theoretisch Stunden allein dort verbringen können. Allerdings öffnet dieser Bereich sonntags erst um 13 Uhr; doch Sorge, womit man sich die Zeit bis dahin vertreiben kann, muss man hier keinesfalls haben! Im Gegenteil, die Zeit vergeht wie im Nu. Dafür sogen neben den dauerhaften Attraktionen, zahlreiche special Events mit Musik und toller Unterhaltung.

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Das Chicago Children’s Museum am Navy Pier ist ein wahres Paradies für Babys, Klein- und Vorschulkinder und überaus empfehlenswert! Es gibt wohl noch weitere Kindermuseen in Chicagos Umgebung, dies hier soll aber aufgrund der zusätzlichen Attraktionen, die sich noch rund um das Museum befinden, laut unserer einheimischen Freunde, mit Abstand das beste sein.

Trotz schlechter Vorhersage hatten wir traumhaftes Wetter und haben uns nach dem Mittagessen mit Sonne pur an der Hafenmole noch einen wundervollen Ausblick auf Chicagos beeindruckende Hochhauskulisse aus dem Riesenrad gegönnt. Mini Maus’ neuer Freund ist noch eine Runde Karussell gefahren und hätte am liebsten eine weitere Runde mit dem Kettenkarussell für die etwas Größeren gedreht. Und so neigte sich auch schon wieder ein weiterer toller Tag mit Kind und Kegel dem Ende zu.

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Über ein ähnliches Angebot in unserer Region im derzeit weit entfernten Deutschland habe ich mich aufgrund des Alters unserer mini Maus einfach noch nicht informiert, wenn es jedoch ein Kindermuseum gibt, das nur im Ansatz dem in Chicago ähnelt, werde ich dorthin sofort den nächsten Familienausflug planen.

Quelle Beitragsbild:
https://www.google.com/search?q=chicago+children%27s+museum&client=firefox-b&tbm=isch&source=lnt&tbs=sur:fc&sa=X&ved=0ahUKEwiH1ILExfnaAhVR2GMKHfjhCg0QpwUIHg&biw=1440&bih=719&dpr=1#imgrc=7Dgkdmxoa9HO9M:

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