Sport – eine Leidenschaft (mit Einschränkungen?)

Das Thema, das mir am meisten am Herzen liegt, und, das auch letztendlich der Auslöser dafür war, meine Gedanken und Ideen aufschreiben und teilen zu wollen, ist das große Feld Sport während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Sport ist ein großer Teil von mir und begleitet mich schon mein ganzes Leben. Folglich war auch das Ziel, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen, und da habe ich mich dafür entschieden unter anderem Sport und Sportwissenschaft auf Lehramt zu studieren, habe dann das Referendariat erfolgreich abgeschlossen und bis zu meiner Schwangerschaft als Gymnasiallehrerin gearbeitet.

Im Vorfeld habe ich mir eigentlich keinerlei Gedanken darüber gemacht, dass ich mich während der Schwangerschaft in irgendeiner Weise sportlich einschränken oder bestimmte Dinge beachten müsse. Da ich ja nun etwas mehr Zeit für mich hatte, begann ich mich in vielerlei Hinsicht zu informieren und las immer wieder, dass das Thema Sport und Schwangerschaft ein Feld ist, das doch noch einige Fragen aufwirft. Die Unsicherheit, die in mir dadurch aufkam, führte dazu, dass ich die ersten zwölf Wochen – eine ja noch eher kritische Phase der Schwangerschaft – fast vollkommen auf Sport verzichtete, obwohl ich glücklicherweise keinerlei Nebeneffekte wie Übelkeit oder anderweitige Schmerzen verspürte. Doch ich merkte, dass mir etwas gewaltig fehlte, und das nicht ausgelöst durch die hormonellen und stoffwechselbedingten Veränderungen… ich vermisste meine sportliche Betätigung. Vom Studium und aus eigener Erfahrung wusste ich, dass Sport nachweislich positive Effekte auf den meschlichen Körper hat, sowohl psychische als auch physiologische. Diese positiven Auswirkungen auf das Wohlbefinden gehen mit einem verbesserten Selbstbild in Bezug auf eigene Fähigkeiten und Einstellungen einher, aber auch die gesundheitsfördernde Wirksamkeit von körperlicher Aktivität spielt dabei eine zentrale Rolle. Warum sollte ich also nicht auch davon während der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit post partum profitieren? Und da wurde mir bewusst, dass auf dem Gebiet Sport und Schwangerschaft einfach noch vielerlei Unwissenheit herrscht und habe mich ans Selbststudium gemacht.

Gerade diese verantwortungsvolle Phase kann zum Anlass genommen werden über den zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Lebensstil zu reflektieren und eine aktive oder aktivere Lebenseinstellung anzustreben, auch wenn man sich vorher nicht unbedingt mit einem sportlichen und gesunden Lifestyle identifiziert hat. Die genaueren Beweggründe für die sportliche Aktivität können jedoch sehr vielfältig sein: Für die eine ist der gesundheitliche Aspekt ausschlaggebend, für die andere stellt Sport lediglich eine weitestgehend die Figur erhaltende Maßnahme dar, wiederum andere nutzen Sportangebote, um mit anderen (werdenden) Müttern in Kontakt zu treten und genießen es in der Gruppe Gleichgesinnter, der sogenannten peer group, gemeinsam Sport zu treiben. Sich einfach mal wieder Zeit für sich nehmen und dabei typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen oder sogar Übelkeit lindern, können positive Effekte sein, denn bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft wirken sich richtig ausgeführte Bewegungen positiv auf das Wohl von Mutter und Kind aus und können dabei sogar den Verlauf einer Schwangerschaft vorteilhaft beeinflussen.

Dennoch sollte sich die Schwangere bzw. die sich kurz nach der Geburt befindende Mutter bei dem behandelnden Gynäkologen grünes Licht für die sportliche Betätigung einholen, um gesundheitliche Risiken für das Ungeborene und/ oder die Mutter ausschließen zu können.

Aber welche Sportarten darf ich während der Schwangerschaft machen und wie geht es nach der Geburt weiter? Diesen Fragen habe ich mich gewidmet und sie in der Theorie und in der Praxis ausprobiert. Mehr dazu findest in meinen folgenden Beiträgen.

2 Kommentare zu „Sport – eine Leidenschaft (mit Einschränkungen?)

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